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Blindenhilfe

Voraussetzungen für die Unterstützung durch Blindenhilfe

Blindenhilfe basiert auf einem Bundesgesetz.

  • Sie gewährt eine Unterstützung, die von Einkommen und Vermögen abhängig ist – diese müssen deshalb offen gelegt werden.
  • Blindenhilfe wird vom Bund als Ergänzung zum Landesblindengeld, der finanziellen Unterstützung des jeweiligen Bundeslandes, gezahlt.
  • Eine Auszahlung erfolgt erst ab dem Monat der Antragsstellung.
  • Werden bestimmte Grenzen beim Einkommen und Vermögen nicht überschritten, so wird die Differenz zwischen Blindenhilfe und Landesblindengeld zusätzlich gezahlt.

Monatliche Leistungshöhe (Stand 1. Juli 2020)

  • Volljährige blinde Menschen erhalten 765,43€
  • Volljährige blinde Menschen in stationären Einrichtungen erhalten 382,72€
  • Minderjährige blinde Menschen erhalten 383,37€
  • Minderjährige blinde Menschen in stationären Einrichtungen erhalten 191,69€

Kürzungen

  • Pflegegrad 2: Anrechnung von 50% des für Pflegegrad 2 vorgesehenen Pflegegeldes.
  • Pflegegrade 3 bis 5: Anrechnung von 40% des für Pflegegrad 3 vorgesehenen Pflegegeldes.

Die Anrechnung erfolgt in allen Fällen auch, wenn Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden.

Berechnung der Blindenhilfe

Das ggf. gekürzte Blindengeld wird vom ggf. gekürzten Betrag der Blindenhilfe abgezogen. Die Differenz ergibt den zusätzlichen Auszahlungsbetrag.

Beispielrechnung

Die Blindenhilfe beträgt 765,43€
Das Blindengeld nach Landesgesetz beträgt 350,00€

Zieht man das Blindengeld von der Blindenhilfe ab, entsteht eine Differenz von 315,43€, die als Blindenhilfe zusätzlich zum Blindengeld gezahlt wird.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Blindenhilfe oder finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für seheingeschränkte oder blinde Menschen? Dann rufen Sie uns an – wir informieren Sie gerne an unserer Beratungshotline!

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